PROGRESSION
Vision
Dieser Werbespot wurde für Progression produziert – eine Organisation, die sich jeden Tag dafür einsetzt, Familien mit Kindern mit begrenzten sozialen, finanziellen und mentalen Ressourcen zu unterstützen. Progression wollte sich auf ein wachsendes Problem im modernen Familienleben konzentrieren: die digitale Distanz zwischen Kindern und Eltern. Viele Eltern möchten präsent sein, stellen aber fest, dass das digitale Leben ständig die Aufmerksamkeit von denen ablenkt, die sie am meisten lieben.
Als kreativer und emotionaler Ausgangspunkt für den Film wurde das Thema „Eltern in einer digitalen Welt“ gewählt. Ziel war es nicht, mit dem Finger zu zeigen, sondern Anerkennung, Reflexion und Gespräch zu schaffen – insbesondere mit Eltern, die sich im Alltag ohnehin unter Druck gesetzt fühlen und möglicherweise mit einem schlechten Gewissen wegen mangelnder Präsenz zu kämpfen haben.
Die Produktion wurde in enger kreativer Zusammenarbeit zwischen Mazen und LION Creative entwickelt. Der gesamte Prozess – von der Ideenentwicklung über das Drehbuch bis hin zum Casting, den Dreharbeiten und dem Schnitt – wurde zielgruppen- und botschaftsorientiert gestaltet. Wir wollten eine Geschichte schaffen, in der der Zuschauer sowohl den Verlust des Kindes als auch den inneren Konflikt der Eltern sofort spüren kann, ohne dass die Geschichte moralisierend oder dramatisch wirkt.
Die Szene spielt in einer alltäglichen Umgebung, in der sich viele spiegeln können: ein Wohnzimmer, ein Sofa, ein Kind mit einem Teddybären – und eine Mutter, die tatsächlich körperlich anwesend, aber geistig in ihrem Telefon gefangen ist. Die Kamera und die Erzählung sind so strukturiert, dass die Gefühle des Kindes in den Fokus gerückt werden, während wir gleichzeitig verstehen, dass es den Eltern egal ist – sie sind einfach in etwas verwickelt, das viele von uns nur allzu gut kennen.
Als wirkungsvolles Werkzeug haben wir uns dafür entschieden, das Kind die Stimme des Films sein zu lassen. Die Stimme aus dem Off, gesprochen vom Mädchen im Film, stellt die Perspektive auf den Kopf: Anstatt dass das Kind von einem abwesenden Elternteil erzählt, sind es die Stimme und das schlechte Gewissen der Mutter, die durch das Kind zum Ausdruck kommen. Dieser Griff trifft hart – denn er zeigt, dass Kinder oft mehr wahrnehmen, verstehen und fühlen, als Eltern denken.
Der Voice-Over lautet:
* „Ich weiß, dass ich zu viel Zeit auf meinem Handy verbringe. Und ich habe dir versprochen, es wegzulegen, wenn wir endlich zusammen sind. Die sozialen Medien ziehen mich in ihren Bann. Aber ich weiß auch, dass die Zeit, die ich am Bildschirm verbringe, nie wiederkommen wird.
Als 100 Stunden mit den Menschen zu verbringen, die ich am meisten liebe. Ich verspreche, heute den Hörer wegzulegen und eine bessere Mutter zu sein.“*
Der Text basiert auf realen Überlegungen von Eltern in der Zielgruppe von Progression. Viele empfinden Scham oder Unzulänglichkeit, aber es mangelt ihnen an einem liebevollen Drang zur Veränderung – und nicht an einem erhobenen Finger. Gerade deshalb werden Ton und Bildsprache verletzlich, ehrlich und intim gestaltet.
Der Film entstand mit der Ambition, auf mehreren Plattformen eingesetzt werden zu können – sowohl digital, sozial als auch in der Präventionsarbeit. Es spricht sowohl ein breites Publikum als auch Fachleute, Pädagogen, Elterngruppen und Organisationen an, die mit Familien in gefährdeten Situationen arbeiten.
Das Ergebnis ist eine kraftvolle, visuelle Erzählung, die mitschwingt, bewegt und zum Nachdenken anregt – nicht durch dramatische Effekte, sondern durch Authentizität, Stille und eine Botschaft, mit der sich fast jeder identifizieren kann. Der Film ist ein Beispiel dafür, wie kreatives Geschichtenerzählen genutzt werden kann, um sozialen Wert zu schaffen und wichtige Gespräche anzustoßen.
